Hochegger wollte nicht spekulieren

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Lobbyist sprach über Kontakte Meischbergers, konnt aber Tippgeber nicht nennen


Zum bereits dritten Mal ist am Donnerstag der Lobbyist Peter Hochegger im parlamentarischen Untersuchungsausschuss aufgetreten. Hochegger konnte dabei nicht sagen, woher Walter Meischberger den entscheidenden Tipp bekommen hatte, wie viel das letztlich siegreiche Österreich-Konsortium für die staatliche BUWOG bieten müsse. Für Erstaunen sorgte die Aussage, Meischberger habe gute Kontakte zu dem Lehman-Subunternehmer und Freund Karl-Heinz Grassers, Karlheinz Muhr, gehabt. Lehman Brothers war vom damaligen Finanzminister mit der Abwicklung des BUWOG-Verkaufs betraut worden.

Vor Hochegger an der Reihe war Ludwig Scharinger, ehemaliger Chef der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, die Teil des siegreichen Bierkonsortiums für die BUWOG war. Scharinger wies jede Verantwortung von sich. Bei der turbulenten Befragung kam es auch zu einer Sitzungsunterbrechung, weil der grüne Fraktionsführer Peter Pilz Scharinger vorwarf, geschwindelt zu haben. Zusammenfassung >>>

Daneben waren am Wort

Detlev Neudeck, einst FPÖ-Abgeordneter, der im Zuge der BUWOG-Vergabe laut einer Notiz von Grassers damaligem Kabinettschef Traumüller bei jener Informationssitzung im Ministerium dabei war, bei der auch das Finanzlimit des konkurrierenden Bieters CA Immo diskutiert wurde.

Gerhard Pipal, Bauingeneur und zunächst im Finanzministerium als Sachverständiger tätig, jetzt ist er Ministerialrat.

Josef Wailzer, Verhandlungsführer auf Anbieterseite in der Sache Terminal Tower Linz; er war als letzte Auskunftsperson an diesem Tag am Wort.