Ex-Telekom-Vorstände entschlugen sich beim Thema Kursmanipulation

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Knalleffekt im U-Ausschuss: Behörden wollen gegen Vertreter von ÖVP und SPÖ ermitteln - Ex-Telekom Vorstände schwiegen


Knalleffekt gleich zu Beginn des heutigen Ausschuss-Tages: Die Staatsanwaltschaft hat nach Ermittlungen der Korruptionsstaatsanwaltschaft die Auslieferung von Werner Amon, Fraktionsführer der ÖVP, und Kurt Gartlehner, einst Telekomsprecher der SPÖ, beantragt. Gegenstand der Ermittlungen bei Amon sind Zahlungen der Telekom in der Höhe von 10.000 Euro an den Wiener Pressverein, dessen Obmann Amon war. Gegen Gartlehner hegt die Staatsanwaltschaft den Verdacht der Bestimmung zur Untreue und der Geldwäsche. Er soll Zahlungen der Hochegger-Firma Valora in der Höhe von etwa 100.000 Euro über eine Firma, die ihm zugerechnet wird, erhalten haben. Gartlehner sagte in einer ersten Stellungnahme, dass er "genug Material habe" und nachweisen könne, "dass ich tatsächlich Leistungen für die Windkraftprojekte erbracht habe."

Im U-Ausschuss war am Vormittag war Ex-Telekom-Vorstand Heinz Sundt geladen. Bei Fragen zur Kursmanipulation hat sich Sundt der Aussage entschlagen. Nachdem Kurt Pribil, Vorstandsdirektor der Finanzmarktaufsicht, ausgesagt hat, war der Ex-Telekom Vorstand Stefano Colombo dran.

NEU: Das Who is Who des U-Ausschusses. Übersichtliche Kurz-Porträts der am U-Ausschuss beteiligten Personen finden Sie hier >>>