Gutachten und neue Zeugen beantragt

Liveticker

Prozess gegen vier Aktivisten wurde vertagt - Verteidigerin: Nächster Termin "wahrscheinlich nicht vor Juli"


Der Prozess gegen vier Kunststudierende, denen versuchte Brandstiftung an einer AMS-Filiale vorgeworfen wird, hat am Dienstag am Landesgericht Wien zu keinem Ergebnis geführt: Da der Richter noch ein Brandgutachten in Auftrag gegeben hat und die Verteidigung mehrere Verfassungsschutz-Beamte befragen lassen will, wurde die Verhandlung auf unbestimmte Zeit vertagt. Verteidigerin Anja Oberkofler sprach gegenüber derStandard.at von einem weiteren Verhandlungstermin "wahrscheinlich nicht vor Juli".

Am Dienstag sagten mehrere von der Staatsanwaltschaft beantragte ZeugInnen aus. Dass der Erstbeschuldigte, wie angelastet, tatsächlich kurz vor dem Tatzeitpunkt einen Brandbeschleuniger von einer befreundeten Wohngemeinschaft abgeholt hat, konnte niemand bestätigen. Auch ein Tatzeuge konnte niemanden identifizieren. Alle Beschuldigten bekannten sich nicht schuldig und verweigerten vor Gericht die Aussage. (red, derStandard.at, 13.3.2012)