Putin unter Tränen: "Wir haben gesiegt"

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Es kam wie prognostiziert - Wladimir Putin kehrt ins Präsidentenamt zurück, auch bei dieser Wahl gab es Vorwürfe der Wahlmanipulation - derStandard.at berichtete live


In Russland wählten am Sonntag unter großen Sicherheitsvorkehrungen rund 110 Millionen Menschen. Nach ersten Auszählungen und einem Auszählungsstand von 41,46 Prozent kommt Regierungschef und Präsidentschaftskandidat Wladimir Putin auf 63,86 Prozent der Stimmen. Gennadi Sjuganow (kommunistische Partei) kommt auf 17,26 Prozent, Michail Prochorow (Unternehmer) auf 7,11 Prozent, Ultranationalist Wladimir Schirinowski (Liberaldemokratische Partei, LDPR) auf 6,92 Prozent und Sergej Mironow (Gerechtes Russland) 3,74 Prozent. Der alte neue Präsident, der seine dritte Amtszeit begeht, ließ sich am Moskauer Manegenplatz von über 100.000 Wählern feiern.

Der Urnengang war von Anfang an von Betrugsvorwürfen überschattet. Bereits bei der Duma-Wahl im Dezember sollen Manipulationen stattgefunden haben. Auch am Wahlsonntag gab es dementsprechende Vorwürfe der Opposition. Der Politologe und derStandard.at-Gastkommentator Gerhard Mangott konnte auf der Seite http://webvybory2012.ru, auf der die Wahllokale via Livekameras einsehbar waren, Manipulationen entdecken. So ist zu sehen, wie eine Person mehrere Wahlzettel hintereinander in eine Wahlmaschine einfüttert. Laut dem russischen Nachrichtenportal lenta.ru sollen die Ergebnisse im betroffenen Wahsprengel Nr. 1402 in Dagestan für nichtig erklärt werden.

27.000 Wahlbeobachter waren im Einsatz. Es kommenieren live Redakteurinnen von derStandard.at, Gastkommentator ist der Politologe und Russland-Experte Gerhard Mangott.

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