Umdenken statt klagen

28. Juni 2002, 12:27
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Katholische Frauenbewegung Österreichs fordert Öffnung und Weiterentwicklung kirchlicher Weiheämter ­

Die Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfbö) erkennt in der geringen Zahl von Neupriestern einen Impuls für eine notwendige Reform der Zulassungsbedingungen zu kirchlichen Weiheämtern. Sie appelliert deshalb am Fest Peter und Paul - 29.Juni 2002 - an die Kirchenleitung, über Priestermangel und schwindende gesellschaftliche Anerkennung des Priesterberufes nicht zu klagen, "sondern mutig auch jene Berufungen zu akzeptieren, die Gott Frauen schenkt".

Gemäß des christlichen Grundsatzes der gleichen Würde von Mann und Frau setzt sich die kfbö für die Öffnung und Weiterentwicklung der kirchlichen Weiheämter ein. Da in der Bibel von den ersten christlichen Gemeinden bezeugt wird, dass Frauen als Diakoninnen und Apostolinnen wirkten, sollte nach Ansicht der kfbö als erster Schritt jenen Frauen, die bereits haupt- und ehrenamtlich in der Kirche als Seelsorgerinnen wirken, der Zugang zum ständigen Diakonat ermöglicht werden.

Die Katholische Frauenbewegung ermutigt "die Gläubigen, nicht zu resignieren, sondern innerhalb der katholischen Kirche für die Verwirklichung dieser Ziele einzutreten. Im Glauben an eine sich ständig erneuernde Kirche sollten Frauen und Männer, Klerus und Laien gemeinsam um eine Lösung des Problems ringen und darum beten". (red)

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