Niemand will den schwarzen Diamant "Vulcain"

29. Juni 2002, 15:36
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Die Versteigerung des weltgrößten, aus einem einzigen Kristall bestehenden Stein ist am zu hohen Ausrufspreis gescheitert...

Bourges - Die mit großem Tamtam angekündigte Versteigerung des schwarzen Rekord-Diamanten "Vulcain" ist gescheitert. Bei der Auktion in der zentralfranzösischen Kleinstadt Saint-Amand Montrond wollte am Donnerstag nach Angaben des Auktionators niemand das Mindestgebot von 400.000 Euro für den weltgrößten, aus einem einzigen Kristall bestehenden schwarzen Diamanten abgeben.

380 Karat schwerer Rohdiamant

Mehrere Interessenten hätten ihm vor der Versteigerung 200.000 Euro geboten, sagte der Auktionator Charles Peiffert. Sein Auftraggeber, ein europäischer Sammler, habe jedoch auf dem Gebot von 400.000 Euro bestanden. Experten hatten sogar Schätzungen zwischen 800.000 und 1,2 Millionen Euro abgegeben.

Vulcain ist ein Edelstein von 178,88 Karat (rund 36 Gramm). Der "Vulcain"-Diamant aus schwarz-durchsichtigem Kristall, der seinen Namen orangefarbenen Einschlüssen verdankt, ist birnenförmig geschliffen. Er prangt auf einer Brosche aus Platin und Weißgold. Als mehr als 380 Karat schwerer Rohdiamant war der Edelstein Anfang der achtziger Jahre im belgischen Antwerpen angeliefert worden. Seine außergewöhnliche Härte machte einen Schliff mit herkömmlichen Mitteln unmöglich. Erst mit einer Spezial-Schleifscheibe mit einer Schmirgel-Schicht aus Diamantenstaub konnte der rohe Stein bearbeitet werden. Durch die Bearbeitung verlor er mehr als die Hälfte seines Ursprungs-Gewichtes. Der Rekord-Diamant war zur Vorbereitung der Auktion kürzlich in einer Pariser Bank ausgestellt worden. (APA)

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