PocketPC 2002 kann Xscale-Prozessor nicht nutzen

26. Juni 2002, 18:33
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Höhere Taktfrequenz führt zu keiner Leistungssteigerung

Die Hardware-Anbieter von PocketPCs mit XScale-Prozessoren sind ihrer Zeit voraus. Wie Microsoft-Sprecher Ed Suwanjindar auf der Webseite PocketPC-Thoughts darstellte wird die höhere Taktfrequenz des Prozessors von 400 MHz nicht ausgenutzt. "Wir sind uns bewusst, dass Geräte auf der Basis des PXA250-Prozessors (XScale) nicht die Leistungssteigerung erbrachten, wie sich viele erhofften", erklärte Suwanjindar im Rahmen eines E-Mail-Interviews. Die Leistung der neuen Modelle wie des Toshiba e740, des HP 3970 oder Pocket Loox von Fujitsu Siemens entsprechen weiterhin Systemen mit dem StrongArm-Prozessor mit einer Taktgeschwindigkeit von 206 MHz.

Bewusst optimiert

Nach der Darstellung von Suwanjindar hätte Microsoft bewusst sein Betriebssystem PocketPC auf die Architektur des StrongArm-Prozessors auf der Basis des Arm V4-Kerns optimiert. Der Befehlssatz für den Arm V5-Kern wird dagegen nicht unterstützt. Als Begründung wird angegeben, dass die Software für den neuen Arm-Kern auf älteren Geräten nicht betrieben werden kann.

"Wir können nicht immer darauf warten, dass Microsoft und die anderen Softwareentwickler sofort mitziehen"

Die Hardwareproduzenten treiben inzwischen die Entwicklung voran. "Wir können nicht immer darauf warten, dass Microsoft und die anderen Softwareentwickler sofort mitziehen", erklärte auch Ulrich Jäger, Produktmanager von Toshiba am Dienstag, bei der Präsentation des e740 Handhelds in Wien. Wann ein Update von Microsoft für den PocketPC 2002 zur Verfügung stehen wird, steht noch nicht fest. (pte)

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