Börsen bringen keinen Beitrag zum Wachstum

14. Juni 2002, 19:52
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Studie: Volkswirtschaften mit bedeutenden Aktienmärkten sind anfällig für konjunkturelle Schwankungen

Wien - Eine Studie des Wirtschaftsforschers Franz Hahn im Auftrag der Arbeiterkammer kommt zum Ergebnis, dass Aktienmärkte praktisch keinen Beitrag zum Wirtschaftswachstum bringen. Volkswirtschaften mit bedeutenden Aktienmärkten seien auch anfälliger für konjunkturelle Schwankungen.

AK-Direktor Werner Muhm folgert: "Eine Wirtschaftspolitik, die Wachstum fördern will, sollte daher eher in intelligente Infrastruktur, Bildung sowie Forschung und Entwicklung investieren." Für Österreich habe dies große Bedeutung, da das heimische Wirtschaftswachstum seit drei Jahren hinter dem EU-Durchschnitt geblieben sei.

Untersucht wurden 22 Länder für den Zeitraum 1970 bis 2000. Gemessen am Verhältnis Börsenumsatz in Prozent der Börsenkapitalisierung zum Wirtschaftswachstum, zeige sich im Langfristvergleich kein Zusammenhang zwischen besonders liquiden Börsen und schnell wachsenden Volkswirtschaften. (miba/DER STANDARD, Printausgabe, 15.5.2002)

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