Kindesmissbrauch beim Zeichenunterricht

13. Juni 2002, 14:35
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Oralsex aufgezwungen - Bisher sechs betroffene Buben ausgeforscht

Wien - Sexueller Missbrauch an mehreren Buben ist nun in Wien aufgeflogen: Ein 51-jähriger privater Zeichenlehrer aus Floridsdorf steht im Verdacht, seit Anfang 2002 seine Schützlinge unsittlich berührt und sie zum Oralsex gezwungen zu haben.

"Spielchen"

Ans Licht gekommen ist die Sache, als sich ein Brüderpaar (acht und elf Jahre) innerhalb der Familie immer seltsamer verhielt. Bei der Befragung durch die Eltern gaben diese an, dass sie mit dem Zeichenlehrer "Spielchen" machen müssen. Die Eltern gingen sofort zur Polizei.

Der 51-Jährige, der als freischaffender Maler arbeitete, leugnete die Vorwürfe bei seinen ersten Einvernahmen. "Doch als wir ihm die Aussagen von vier weiteren Kindern vorhielten, ist er niedergebrochen", sagte einer der ermitteltenden Beamten.

Zeichenatelier

Tatort der sexuellen Übergriffen waren ein Atelier in Margareten und die Wohnung des 51-Jährigen in Floridsdorf. Der mutmaßliche Täter ist geschieden, hat selbst keine Kinder und bot den befreundeten Familien den Zeichenunterricht an.

Die Polizei geht davon aus, dass weitere Kinder Opfer von Herbert W. gewesen sind. Geschädigte werden gebeten, sich mit dem Bezirkspolizeikommissariat Margareten unter der Wiener Telefonnummer 546-77/5513 DW in Verbindung setzen. (APA)

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