Deutsche Zeitschriftenverleger sehen Ende der Werbeflaute

13. Juni 2002, 13:18
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Aufschwung "spätestens im kommenden Jahr" erhofft

Nach den dramatischen Einbrüchen im vergangenen Jahr prognostizieren die deutschen Zeitschriftenverleger ein Ende der Flaute im Anzeigenmarkt. "Spätestens im kommenden Jahr geht es wieder bergauf", sagte der Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), Wolfgang Fürstner, am Donnerstag in Berlin. Nach einem schwachen Geschäftsverlauf in den ersten Monaten dieses Jahres rechnet der VDZ nun mit Impulsen der Konjunktur und wieder wachsenden Werbeeinnahmen.

Die für die Publikumszeitschriften wichtigsten Werbebranchen Automobil, Handel und Finanzdienstleistungen hätten ihre Werbeinvestitionen im ersten Quartal 2002 überdurchschnittlich um sieben Prozent erhöht. Für das laufende Jahr werde es allerdings noch Verluste geben. "Das erste Halbjahr war zu schwach, als dass sich das Steuer noch herumreißen ließe", sagte Fürstner.

Im ersten Quartal 2002 lag nach Angaben von Nielsen Media Research das Brutto-Werbevolumen der wichtigsten Mediengattungen Fernsehen, Zeitschriften, Zeitungen und Hörfunk bei rund 3,94 Milliarden Euro, gut fünf Prozent unter dem Wert des ersten Quartals 2001. Nach Mediengattungen haben die deutschen TV-Sender mit 124 Millionen Euro 6,7 Prozent verloren, die Zeitungen 53 Millionen Euro (5,8 Prozent) und die Publikumszeitschriften 43 Millionen Euro (4,6 Prozent). (APA/dpa)

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