15 Jahre Haft für Mord

11. Juni 2002, 20:34
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Dreijähriger von seinem Vater erwürgt

Innsbruck - Wegen Mordes an seinem dreijährigen Sohn Stefan wurde am späten Montagabend ein 40-jähriger Tiroler in Innsbruck zu 15 Jahren Haft verurteilt. Das Urteil war vorerst nicht rechtskräftig. Der Verurteilte leugnete die Tat nicht. Er habe Selbstmord verüben und seinen Sohn "in eine bessere Welt mitnehmen wollen", sagte er.

Bei der Tat handle es sich um "eines der schrecklichsten Verbrechen, das je in Tirol geschehen ist", erklärte davor der Staatsanwalt. In den Vormittagsstunden des 23. September des Vorjahres holte der Vater seinen Sohn zu einem Ausflug ab. In der Innsbrucker Sillschlucht ging er mit dem Dreijährigen in unwegsames Gelände, legte von hinten seine Hände an Stefans Hals und würgte ihn rund zwei bis drei Minuten lang. Danach wollte der Mann von der Europabrücke springen, tat es jedoch nicht.

Seinen Ursprung dürfte das Verbrechen in Spannungen gehabt haben, die der Vater mit der Familie seiner von ihm getrennt lebenden Frau gehabt hatte. (APA/DER STANDARD, Printausgabe, 12.6.2002)

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