Stromleitungen in 3-D für optimale Kapazitätsmessung

11. Juni 2002, 12:10
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Neuseeländischer Netzbetreiber eruiert mit Daten Höhe der Leitungen über dem Boden

Der neuseeländische Netzbetreiber Transpower will mit Laserunterstützung ein 3D-Computer-Modell seiner landesweiten Stromleitungen erstellen. Ein russisches Unternehmen misst dafür mit einem Lasersystem die genaue Position der Stromleitungen aus einem Helikopter, berichtet die Online-Ausgabe des New Zealand Herald. Ziel ist es, ein "variables Stromleitungs-Einstufungs-System" zu errichten, um so die für jede Leitung bemessene Kapazität in Abhängigkeit von Umweltfaktoren adjustieren zu können. Das Langzeit-Projekt soll in drei bis vier Jahren abgeschlossen sein. Dann wird Transpower mit diesem Netzwerk operieren.

Kontrolle

Das System kontrolliert 50.000 Mal in der Sekunde die Reflexion der Leitungen, die Daten werden mit zusätzlichen Informationen kombiniert. Mit Hilfe dieser Daten will Transpower die Höhe der Leitungen über dem Boden eruieren. Je mehr Energie entlang der Leitungen fließt, umso heißer werden diese und umso mehr hängen sie durch. Im Sinne der öffentlichen Sicherheit besteht aber eine maximale Grenze, bis zu der sich eine Leitung durchbiegen darf.

Alte Methoden

"Transpower nutzte bisher eine Messeinrichtung, um Windgeschwindigkeit, Lufttemperatur und Sonnenstrahlung an Transformatorenstationen und anderen Stellen bei Bedarf feststellen zu können", so Kieran Devine von Transpower. Darüber hinaus werden Kalkulationen erstellt, die die maximale Biegung der Leitungen voraussagen und die zeigen sollen, ob noch freie Kapazität enthalten ist oder ob die Kapazität überschritten wurde. Einzelne Messgeräte sollen zukünftig an spezifischen Stellen in der Mitte der Leitungen angebracht werden. "Haben wir z.B. eine besonders angespannte Leitung mit einer bekannten Konstriktion, können wir das Messgerät direkt an diesen Punkt setzten und so die Leitung näher am Kapazitätslimit laufen lassen", so Devine. Den ersten Vorteil des Modells sieht Devine darin, dass festgestellt werden kann, wo es rentabel ist, Leitungen höher zu hängen. Derzeit unterliegen Leitungen einer Sommer-Winter-Einstufung. Einige wichtige Leitungen unterliegen wiederum einer Einstufung, die alle zehn Minuten geändert und somit die Durchsatzleistung bei Bedarf maximiert werden kann. (pte)

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