Förderung von Infrastrukturprojekten an Unis

5. Juni 2002, 14:56
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Mit 56,5 Mill. Euro aus den Forschungs-Sondermitteln der Bundesregierung

Wien - Nach langem Tauziehen können die Universitäten nun ab sofort über jene 56,5 Mill. Euro verfügen, die aus den Forschungssondermitteln der Bundesregierung für Infrastruktur-Projekte zur Verfügung gestellt werden. Der Rat für Forschung- und Technologieentwicklung (RFT) hat bereits im Juni vergangenen Jahres die Mittel prinzipiell genehmigt, die Freigabe allerdings von Reformfortschritten an den Unis abhängig gemacht. Nach Vorliegen des Entwurfs für ein neues Universitätsgesetz hat der Rat das Geld Ende März freigegeben und das Finanzministerium nun die Auszahlung genehmigt.

Gefördert werden mit dem Geld ausschließlich Infrastrukturprojekte, also Geräte, Maschinen und wissenschaftliche Ausstattung, aber keine Personal- und Baukosten. Für die Zuteilung der Mittel mussten die Unis Anträge stellen. Das größte Stück vom 56,5 Mill. Euro-Kuchen geht an die Uni Innsbruck: sie erhält 13,9 Mill. Euro, davon alleine 8,2 Mill. Euro für den Schwerpunkt Informatik, den Rest u.a. für Quantenoptik und -information sowie Genanalytik. Die Universität Linz bekommt 10,1 Mill. Euro u.a. für industrielle Anwendungen der Mechatronik und den Fachbereich Informatik. Die Technische Universität (TU) Wien erhält 8,8 Mill. Euro u.a. für Infrastruktur aus den Bereichen Werkstoffkunde und Mikroelektronik.

Die TU Graz erhält 7 Mill. Euro u.a. für Biotechnologie und Biomedizin sowie Scientific Computing. 3,3 Mill. Euro gehen an die Uni Graz, z.B. für den wissenschaftlichen Zusammenschluss von sieben medizinischen und theoretischen Instituten, 3 Mill. Euro an die Universität für Bodenkultur Wien u.a. für angewandte Mikrobiologie sowie Genom- und Postgenomforschung. Nur 2,7 Mill. Euro bekommt die größte Hochschule des Landes, die Uni Wien, für molekulare Strukturbiologie, Notfallmedizin und pharmazeutische Chemie. Die Montanuni Leoben erhält 1,5 Mill. Euro, die Universität Salzburg 835.000 Euro und die Veterinärmedizinische Universität Wien 725.000 Euro. Als einzige Kunstuni erhält die Universität für angewandte Kunst Wien 907.000 Euro für Kommunikationsdesign und Content-Entwicklung.

Leer ausgegangen sind neben den fünf anderen Kunst-Unis die Wirtschaftsuniversität Wien und die Universität Klagenfurt. (APA)

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