Mehr NS-Opfer zu entschädigen

5. Juni 2002, 15:58
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Nationalfonds verzeichnet wieder stärkeres Antragsaufkommen - öffentliche Diskussion und Sammelklagen als Ursachen

Wien - Der Nationalfonds zur Entschädigung von NS-Opfern verzeichnet seit dem Jahr 2000 wieder ein stärkeres Antragsaufkommen, was vermutlich an der stärkeren öffentlichen Diskussion, aber auch den US-Sammelklagen liegen dürfte. Bis Jahresende 1999 war an 26.918 NS-Opfer die "Geste der Republik Österreich" in Höhe von 70.000 Schilling (5087 Euro) aus dem 1995 eingerichteten Fonds ausbezahlt worden. Derzeit halte man bei 28.055 stattgegebenen Anträgen, sagte Hannah Lessing, die Leiterin des Nationalfonds. Seit 2000 wurden 1137 berechtigte Forderungen eingebracht. Insgesamt wurden 5,78 Millionen Euro ausgezahlt. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 3. 6. 2002)
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