Trauma nach WTC-Anschlag

28. März 2002, 15:54
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Laut Untersuchung 150.000 New YorkerInnen depressiv

Boston - Seit den Terroranschlägen auf das World Trade Center leiden mindestens 150.000 Menschen in New York unter psychischen Störungen und Depressionen in Folge der traumatischen Eindrücke vom 11. September. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die das "New England Journal of Medicine" in Boston am Donnerstag veröffentlicht hat.

Demzufolge fanden ForscherInnen der New York Academy of Medicine bei 9,7 Prozent aller BewohnerInnen im südlichen Teil Manhattans Anzeichen für Depressionen. Weitere 7,5 Prozent litten unter schweren psychischen Störungen, die als post-traumatischer Stress bekannt sind. Diese Erscheinung wiesen die AutorInnen der Studie sogar bei jedem fünften Bewohner (rund 20 Prozent) in unmittelbarer Nachbarschaft von Ground Zero nach.

Das Ergebnis stützt sich auf Umfragen, die ein bis zwei Monate nach den Terroranschlägen durchgeführt und seitdem durch weitere Daten erhärtet wurden. Zu den Symptomen von post-traumatischem Stress gehören Albträume, schwere Ängste, Erregbarkeit und Wutausbrüche sowie Schuldgefühle. Depressionen drücken sich unter anderem durch Desinteresse an der Umgebung und dem eigenen Wohlergehen, Appetitverlust, Schlaf- und Konzentrationsstörungen sowie das Gefühl aus, zu nichts zu taugen. (APA/dpa)

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