Zwei US-Bürger als potenzielle Selbstmordattentäter angeklagt

27. März 2002, 06:30
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Verdächtiger hatte Brief mit Hinweisen auf Märtyrertod

Washington - Zwei moslemische US-Bürger sind im US-Staat Virginia als mutmaßliche Selbstmordattentäter angeklagt worden. Die beiden Männer waren am 13. Dezember von New York aus nach Israel gereist und dort wegen eines verdächtigen Briefes mit Hinweisen auf einen geplanten Anschlag festgenommen worden, hieß es in der Anklageschrift des Bezirksgerichts von Virginia, die der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vorlag. Das vier Seiten lange Schreiben an den Angeklagten Mohammed El Yacoubi war auf dem New Yorker Flughafen beschlagnahmt worden, als die Männer die Maschine der israelischen Fluglinie El-Al bestiegen.

Laut Gerichtsunterlagen kam der Brief von El Yacoubis Bruder Abdalmuhssin, der schrieb: "Als ich hörte, was du tun willst, füllte sich mein Herz mit Kummer und mit Freude (...). Ich habe kein Recht, dich von deiner Reise zu Allah und seinem heiligen Boten abzuhalten, vielmehr ist es meine Pflicht, dich zu ermutigen und dir zu helfen, denn der Islam verlangt den Heiligen Krieg im Namen Allahs."

Die Behörden gehen laut Gerichtsunterlagen davon aus, dass El Yacoubi und sein Begleiter Mohammed Osman Idris einen Anschlag geplant hatten. Ob dieser in Israel oder den USA verübt werden sollen, wurde jedoch nicht bekannt. Die US-Bundespolizei FBI und der zuständige Staatsanwalt wollten sich zunächst nicht äußern. (APA)

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