US-Staaten dringen weiter auf härtere Strafen gegen Softwareriesen

25. März 2002, 20:18
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Palm wirft Microsoft vor, die Entwicklung von PDAs blockiert zu haben

In der Anhörung zum Strafmaß gegen Microsoft sollten am Montag Zeugen der klagenden neun US-Staaten mit ihren Aussagen belegen, dass der Softwarekonzern mit seinem Monopol auch der Entwicklung neuer Technologien schadet.

Härtere Auflagen

Die neun Staaten fordern härtere Auflagen als die, die die US-Regierung und Microsoft im vergangenen Jahr in einer außergerichtlichen Einigung vereinbarten. Microsoft war der Ausnutzung eines Monopols zum Schaden der Verbraucher für schuldig befunden worden.

Zufrieden

Die Anhörungen zu der Forderung nach härteren Strafen hatten in der vergangenen Woche begonnen. Microsoft-Sprecher Jim Desler erklärte, seine Firma sei mit dem Verlauf zufrieden. Sie werde weiter versuchen, deutlich zu machen, dass härtere Strafen zu weit gingen. Aussagen sollen in dieser Woche unter anderem der frühere Intel-Manager Steve McGeady, der schildern wollte, dass die Preisgabe technischer Details nicht der Sicherheit schade, wie Microsoft dies behauptet, und Michael Mace vom PDA-Hersteller Palm. Er wirft Microsoft vor, die Entwicklung von Palms Kleinstrechnern blockiert zu haben.

Windows-Light

Die neun US-Staaten fordern unter anderem die Offenlegung des Programmcodes des Internet Explorers, des Web-Browsers von Microsoft, und eine "modulare Version" von Windows, aus der zum Beispiel PC-Hersteller Teile wie den Internet Explorer oder den Media Player entfernen können, um sie durch Programme anderer Anbieter zu ersetzen. Auch sollen Einzelheiten von Windows für Programmierer veröffentlicht werden, damit diese ihre Software besser auf das Betriebssystem abstimmen können.

Über die Strafen gegen Microsoft entscheidet letztlich Richterin Colleen Kollar-Kotelly. (APA/AP)

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