Leichterer Internet-Zugang für Millionen Behinderte in der EU

25. März 2002, 18:55
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"Wir wollen eine Gesellschaft, an der alle Bürger mit gleichen Chancen teilhaben"

Behinderten und älteren Menschen in der Europäischen Union soll der Zugang und Umgang mit dem Internet erleichtert werden. Eine entsprechende Resolution verabschiedeten die für Telekommunikation zuständigen Minister der Gemeinschaft am Montag in Brüssel.

"Wir wollen eine Gesellschaft, an der alle Bürger mit gleichen Chancen teilhaben"

Wegen der technischen Hindernisse bei der Nutzung des Internets - seien es Behörden-Informationen, Fernunterricht oder das Internet- Shopping - wachse die Gefahr einer Ausgrenzung der Millionen von Behinderten in der Europäischen Union. "Wir wollen eine Gesellschaft, an der alle Bürger mit gleichen Chancen teilhaben", sagte der zuständige EU-Kommissar Erkki Liikanen.

Leitlinien

Für Seh-, Gehör- oder Körperbehinderte könne die Art und Weise, wie ein Web-Angebot gestaltet wird, über soziale Integration oder Ausgrenzung entscheiden, hatte der Präsident des Europäischen Behindertenforums (EDF), Yannis Vardakastanis, bei früherer Gelegenheit in Brüssel gesagt. Das World Wide Web Consortium (WAI) hat nach Kommissions-Angaben mit Unterstützung der EU deshalb Leitlinien entwickelt, die einen freiwilligen Rahmen für Anbieter öffentlicher Informationen, etwa Verwaltungen, und Website-Gestalter darstellen. Darin werden bestimmte Regeln für einen Behinderten gerechten Aufbau und das Design von Internetseiten vorgegeben. (APA/dpa)

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