Fusion Telia-Sonera könnte noch diese Woche abgeschlossen werden

25. März 2002, 15:55
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Fusionsgespräche bestätigt

Die schwedische Telekommunikationsgruppe Telia AB, Stockholm, will ihre Fusion mit der finnischen Sonera Oy, Helsinki, noch in der laufenden Woche abschließen, meldete am Montag ein schwedischer Rundfunksender ohne Nennung von Quellen. Zuvor hatten die beiden Unternehmen offiziell bestätigt, dass sie sich in derartigen Verhandlungen befinden. Es sei jedoch noch zu früh, um eine Aussage über den Erfolg der Gespräche zu treffen, hatte es geheißen.

Durch den Zusammenschluss würde Branchenkennern zufolge ein Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von etwa 17,2 Mrd. Euro entstehen. Sonera und Telia teilten in separaten Veröffentlichungen weiter mit: "Es ist zu früh, einen potenziellen Ausgang dieser Gespräche anzugeben". Es würden keine weiteren Mitteilungen ausgegeben, bis die Lage eine Ankündigung erfordere.

Der Kurs der Sonera-Aktie stieg am Montag an der Börse in Helsinki im anfänglichen Geschäft um 0,26 Euro auf 5,96 Euro. Die Telia-Titel legten an der Stockholmer Börse um 1,30 Kronen auf 40,60 skr zu.

Der finnische Ministerpräsident Paavo Lipponen hatte bereits am Sonntag in einem Rundfunkinterview gesagt, dass sich die beiden Unternehmen in Verhandlungen befänden.

Es gab bereits mehrfach Spekulationen, dass die staatlich kontrollierten Sonera und Telia einen Zusammenschluss oder eine Kooperation erörtern. Diesmal könnte der Zeitpunkt für eine Fusion richtig sein, sagten Analysten.

Telia, das anders als die europäische Konkurrenz nicht unter einer hohen Schuldenlast leidet, braucht nach Angaben von Analysten eine Stärkung seiner Position in Dänemark und Finnland. Der Wettbewerbsdruck auf Telia werde nämlich steigen, wenn die Konkurrenzunternehmen Vodafone, Orange und Hutchison Whampoa 2003 mit UMTS-Angeboten auf den skandinavischen Markt eintreten.

Sonera ist den Angaben zufolge mit drei Mrd. Euro verschuldet. Das Unternehmen ist zusammen mit der spanischen Telefonica am deutschen Mobilfunk-Neueinsteiger Quam beteiligt.(APA/vwd/Reuters)

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