Commerzbank rechtfertigt Nein zu Rettung

23. März 2002, 15:03
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Vorstandschef: Deutscher Baukonzern hätte keine Zukunft gehabt

München/Berlin - Zwei Tage nach Beginn des Insolvenzverfahrens des deutschen Holzmann-Konzerns hat die Commerzbank ihre harte Haltung gegenüber dem Bauunternehmen verteidigt. Commerzbank-Vorstandschef Klaus-Peter Müller sagte in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus", Holzmann hätte auch mit den zuletzt diskutierten Rettungsmaßnahmen "garantiert keine Zukunft gehabt".

Er glaube, dass eine geordnete Liquidation für den Konzern und die Branche besser seien, sagte Müller. Er müsse auch verantworten, ob es ein Unternehmen wert sei, mit dem Geld der Commerzbank-Aktionäre gerettet zu werden. Die deutsche Bundesregierung habe im Fall Holzmann dieses Mal keinerlei Einfluss genommen, sagte Müller dem Magazin zufolge. Zwar habe er mit dem Kanzleramt über das Thema gesprochen, er habe aber nicht den Eindruck, dass Druck ausgeübt worden oder gar ein Engagement wie 1999 geplant gewesen sei. (APA)

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