Freie Dienstnehmer

22. März 2002, 19:04
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Um der Flucht aus der Sozialversicherung einen Riegel vorzuschieben, wurde 1996 per Gesetz geregelt, dass jedes Beschäftigungsverhältnis sozialversicherungspflichtig ist. Atypisch Beschäftigte wie Werkvertragsnehmer wurden damit zu "Freien Dienstnehmern" und "Neuen Selbstständigen". Erstere sind wie Angestellte bei der ASVG pflichtversichert. Letztere brauchen keinen Gewerbeschein, sind aber bei der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft beitragspflichtig. Allerdings nur, wenn sie bestimmte Einkommensgrenzen überschreiten.

Probleme gibt es allerdings beim Finanzamt, wo sie anders behandelt werden als bei der Sozialversicherung. Bei den "Freien Dienstnehmern" werden die Sozialversicherungsbeiträge von den Bruttohonoraren berechnet. "Betriebsausgaben" haben sie dennoch, obwohl sie überwiegend auf Betriebsmitteln ihres Auftraggebers tätig sind. Bei den Neuen Selbstständigen hingegen richtet sich der SV-Beitrag nach dem Gewinn. (DER STANDARD, Printausgabe 23.3.2002)

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