Der Wiener Walter Danielczyk wird mit der Wilhelm-von-Humboldt Medaille geehrt

22. März 2002, 14:21
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Wien - Hohe Auszeichnung für einen Wiener Wissenschafter: Univ.-Prof. Dr. Walter Danielczyk, ehemals am Krankenhaus Lainz tätig und in Fachkreisen international bekannter Forscher auf dem Gebiet des Morbus Parkinson und der Alzheimer-Demenz, wurde vor wenigen Tagen von der Deutschen Parkinson-Gesellschaft mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft und der Wilhelm-von-Humboldt Medaille geehrt.

"Die Medaille war eine echte Überraschung für mich. Sie wurde erst ein Mal, damals an den nunmehrigen Nobelpreisträger Arvid Carlsson (2000, Anm.), verliehen", sagte Danielczyk sichtlich erfreut und geehrt am Freitag.

Danielczyk hatte in den sechziger Jahren gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Walther Birkmayer an der Entwicklung der Parkinson-Therapie mit L-Dopa mitgearbeitet, die auf den Grundlagenforschungen von Carlsson und dem Wiener Hirnforscher Univ.-Prof. Dr. Oleh Horynkiewicz beruhte. Der "Lainzer" Neurologe widerlegte unter anderem die aus den USA stammende Lehrmeinung, wonach Parkinson-Patienten langfristig "regelmäßig" auch eine Demenz entwickelten. In der Folge aber wandte sich Danielczyk mehr der Morbus Alzheimer-Demenz zu.

Danielczyk ist Leiter der Arbeitsgruppe Alzheimer-Demenzforschung am Ludwig Boltzmann Institut für Alternsforschung (Wien). Er wirkt auch intensiv an der in der Bundeshauptstadt laufenden weltgrößten Alzheimer-Langzeitstudie mit. (APA)

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