Britischer Professor will erster Cyborg sein

22. März 2002, 14:14
2 Postings

Implantierter Chip erfasst Nerven-Signale für Bewegungen und Sinneswahrnehmungen

Ein britischer Cybernetics-Professor der Universität von Reading will als erster Mensch einen direkten Kontakt zwischen Mensch und Maschine herstellen. Wie die Universität heute, Freitag, mitteilte, ließ sich Ken Warwick einen Mikrochip in seinen Arm implantieren, der direkt an den Median-Nerv seiner linken Hand angeschlossen ist. Von dem Projekt versprechen sich Warwick und seine Kollegen vor allem Vorteile für Menschen mit Rückenmarksverletzungen. Langfristig wollen die Wissenschaftler leistungsfähige Mensch-Maschine-Schnittstellen für Cyborgs entwickeln.

Kontaktfreudig

Der Chip mit drei Millimeter Kantenlänge verfügt über 100 Kontakte, die unmittelbar mit der Nervenbahn von Warwick verbunden sind. Damit registriert das Gerät die Signale in den Nerven und übermittelt diese an einen Sender, den Warwick an der Außenseite seines Armes trägt. Die Informationen werden danach per Funk an einen Computer gesendet.

Stimulationen

Das System soll dabei nicht nur die Nerven-Befehle für die Bewegung der Hand aufzeichnen, sondern auch Nervenaktivitäten in Reaktion auf Stimuli wie Hitze, Druck oder Vibrationen. Gleichzeitig wollen die Wissenschafter die Muskeln der Hand von außen anregen. (pte)

Share if you care.