Investoren mit Appetit auf Burger King

20. März 2002, 18:53
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"Prozess im Laufen"

London - Drei Investmentfirmen haben laut Insiderberichten dieser Tage bei Diageo, dem größten Alkoholikakonzern der Welt und auch Eigentümer der Fastfood-Kette Burger King, angeklopft: Bain Capital, die Blackstone Group und die Texas Pacific Group wollen den wichtigsten McDonald's-Konkurrenten übernehmen. Diageo sei bereit für eine Abgabe, der Prozess sei im Laufen, bestätigte eine Konzernsprecherin, ohne aber Details zu nennen. Die Investmentfirmen gaben ebenfalls keinen Kommentar ab.

Der britische Konzern Diageo sucht an sich schon seit Juni 2000 Übernehmer für Burger King, ein Unternehmen mit Hauptsitz in Miami. Damals veröffentlichte Vorstandsvorsitzender Paul Walsh die Absicht, sich von Firmenteilen zu trennen, die nicht zum Kerngeschäft der alkoholischen Getränke gehören - wie bespielsweise Smirnoff-Wodka, Baileys-Whiskey, Johnnie-Walker-Whiskey, oder Guinness-Bier. Diageo kauft in diesem Bereich kontinuierlich Firmen zu, im Vorjahr etwa die Wein- und Spirituosen-Division von Seagram.

Bain, eine Firma aus Boston, ist in der Fastfood-Branche bereits bei Domino-Pizza engagiert. Der große Fonds Texas Pacific engagiert sich bei Airlines (Continental Airlines, America West Airlines, Ryanair) und ist unter anderem Eigentümer des italienischen Motorradherstellers Ducati sowie Mitbieter um die insolvente US-Telekomfirma Global Crossing. Im Lebensmittelgeschäft ist man dabei bei Beringer Wines und Del Monte Food. (Bloomberg, szem, Der Standard, Printausgabe, 21.03.2002)

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