Diabetes-Projekt soll Spätfolgen um 15 Prozent senken

20. März 2002, 21:15
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Zuckerkrankheit zählt bereits zu den häufigsten Todesursachen

Linz - Das Land Oberösterreich, die Gesellschaft für Allgemeinmedizin (ÖBGAM) und die Gebietskrankenkasse starten ein gemeinsames Diabetes-Programm. Damit soll die Erkennung und Behandlung dieser Krankheit verbessert werden. Denn sie gilt als eine der Krankheiten mit den größten Steigerungsraten.

Fünf Prozent der Bevölkerung betroffen

Gesundheitslandesrätin Silvia Stöger (S) schätzt, dass rund fünf Prozent der Bevölkerung an Diabetes mellitus erkrankt sind. Für die Weltgesundheitsorganisation gehöre sie zu den Krankheitsbildern mit den größten Steigerungsraten. Demnach sei zu befürchten, dass die Zuckerkrankheit bis 2010 in den Industriestaaten zu den häufigsten Todesursachen zählen werde.

Projekt soll Diabetes-Folgen um 15 Prozent senken

Vor allem in den ländlichen Gegenden werde die Krankheit zu spät erkannt, bedauern die Initiatoren des Programmes. Spätfolgen seien Amputationen, Blindheit, Nierenversagen und Schwangerschaftkomplikationen. Deshalb soll in einem gemeinsamen Projekt die Aufklärung und die Behandlung im Zusammenhang mit Zuckerkrankheit verbessert werden.

Eine wesentliche Rolle spielen dabei 20 speziell geschulte Ärzte, die ihre gefährdeten Patienten zu Vortragsreihen einladen und dabei auch mit anderen beteiligten Gesundheitsdienstleistern, etwa den Spitälern, Fußpflegern und Orthopädieschuhmachern, aber auch mit Selbsthilfegruppen zusammenarbeiten. Stögers Ziel: Das Projekt soll später landesweit durchgeführt werden. Bis 2010 sollen damit die die Diabetes-Folgen um 15 Prozent gesenkt werden. (APA)

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