Euro gewinnt steigende Akzeptanz im Lande

20. März 2002, 15:41
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Umfrage: 74 Prozent aller Österreicher sehen Preiserhöhungen

Linz - Der Euro gewinnt bei den Österreichern weiter an Sympathien, auch wenn das Preisgefühl nach eigener Einschätzung noch zu wünschen übrig lässt. Das ist das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "Spectra". Massiv verstärkt hat sich jedoch zuletzt der Verdacht, dass die Währungsumstellung für Preiserhöhungen "missbraucht" wird.

Für die Umfrage wurden zwischen dem 26. und dem 28. Februar 500 für die Gesamtbevölkerung repräsentativ ausgewählte Personen telefonisch befragt. Dabei erklärten 65 Prozent, dass sie sich grundsätzlich mit der neuen Währung angefreundet haben. Jeder Zweite findet den Euro bereits genauso sympathisch wie den Schilling. Diese positiven Einstellungen der Bevölkerung sind seit Anfang Jänner um zirka zehn Prozentpunkte gestiegen.

Nettes Design

Unverändert gut gefällt das Design der neuen Banknoten. 80 Prozent bewerten das Aussehen der Scheine mit "sehr gut" oder "gut". Von den Münzen sind Befragten nicht mehr so angetan - der Anteil der "guten Noten" ist seit Jänner um fünf Prozentpunkte zurückgegangen, liegt aber noch immer bei beachtlichen 61 Prozent. Die Unterscheidbarkeit der Münzen beherrschen jetzt 37 Prozent - eine Steigerung um zehn Prozentpunkte. Die Kehrseite dieser Medaille: 62 Prozent der Bevölkerung haben nach wie Probleme, die Münzen auseinander zu halten.

Nicht verbessert hat sich in den vergangenen zwei Monaten das Gefühl der Österreicher, wie teuer oder wie billig in Euro ausgepreiste Waren sind. 20 Prozent erklärten bei der jüngsten Umfrage, dass sie mit dem Euro noch ein viel schlechteres Preisgefühl als mit dem Schilling haben. 56 Prozent sprechen von einem "etwas schlechteren Gefühl". Nur 24 Prozent haben den Eindruck, bereits ein gleich gutes Preisgefühl wie mit dem Schilling zu besitzen.

Ungeachtet des schwach ausgeprägten Preisgefühls sind die Österreicher überzeugt davon, dass die Waren durch die Euro-Einführung teurer geworden seien. Diese Einschätzung ist innerhalb von zwei Monaten massiv - konkret von 51 auf 74 Prozent gestiegen. (APA)

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