Oberstes US-Gericht lehnt neuen Prozess für "Unabomber" ab

18. März 2002, 19:42
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Paketbomben-Attentäter hätte sich selbst verteidigen wollen

Washington - Der als "Unabomber" in den USA bekannte Paketbomben-Attentäter Theodore Kaczynski erhält keinen neuen Prozess. Das Oberste Gericht der USA wies nach Medienberichten vom Montag einen Antrag des zu lebenslanger Haft verurteilten Kaczynski auf Wiederaufnahme des Verfahrens ab.

Der einstige Mathematik-Professor hatte über einen Zeitraum von 17 Jahren drei Menschen durch Bombenanschläge getötet und über 20 verletzt. Er hatte sich 1998 in einer Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft schuldig bekannt und im Gegenzug statt der Todesstrafe eine lebenslange Haftstrafe erhalten.

In seinem Antrag argumentierte der "Unabomber", er habe sich zu dem Schuldgeständnis gezwungen gefühlt, weil seine Anwälte vorgehabt hätten, ihn im Prozess als geisteskrank darzustellen. In dem von ihm angestrebten neuen Verfahren wollte Kaczynski als sein eigener Verteidiger auftreten. Das Kürzel "Una" steht für Universities (Universitäten) und Airlines (Fluggesellschaften), wo die ersten Anschlagsopfer beschäftigt waren. (APA/dpa)

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