Comeback der "Freundin"?

19. März 2002, 16:17
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Neuer Amiga-Rechner basierend auf 600 MHz G3-Prozessor kommt – Auch für Linux-User interessant

Die britische Firma Eyetech fertigt unter Lizenz von Amiga, Inc die ersten Amiga-Rechner seit Jahren. Dabei handelt es sich um ein völlig neues Design, der alte 68k-Prozessor wurde fallengelassen, statt dessen kommt ein 600 MHz G3-Prozessor zum Einsatz, später sollen auch höher getaktete G4s Verwendung finden.

Features

Weiters ist auf dem neuen Amiga-Board folgendes enthalten:

  • 4 PCI Slots + 1 x AGP Slot
  • 10/100Mbps Ethernet
  • 4 USB Anschlüsse
  • 2 UDMA 100 Kanäle (4 Geräte)
  • Open firmware kompatibles BIOS mit OS4.0 Erweiterungen
  • PS2 Maus & Tastaturanschlüsse
  • 2 SDRAM-Sockel für bis zu 2 GB RAM
  • Serielle und paralelle Anschlüssen

Für Kompatibilität mit Software, die die alten Custom-Chips der Original-Amigas benötigt wird es eine PCI-Karte geben, die die Verbindung zu einem Amiga 1200 herstellen kann. Als Betriebssystem wird das – noch in Entwicklung befindliche - Amiga OS 4 Verwendung finden, das eine Portierung des Amiga Betriebssystem auf den Power PC-Prozessor darstellt. Alte 68k Software wird dabei über einen schnellen JIT (Just-In-Time)-Emulator ausgeführt.

Entwickler

Fürs erste kann nur das Mainboard bestellt werden, dieses ist vor allem für Entwickler, die ihre Software auf die neue Hardware portieren wollen interessant, mit der Endbenutzer-Version soll gewartet werden bis die Entwicklung von Amiga OS 4 abgeschlossen ist, was für Mai erwartet wird.

Linux PPC

Auf zusätzliches Interesse könnte das System auch unter Linux-Begeisterten stoßen, schließlich bietet sich so auch die Möglichkeit eines recht günstigen alternativen Systems zur x86-Plattform. Folgerichtig werden die Boards auch mit Turbolinux PPC ausgeliefert.

Empfohlener Preis für das reine Mainboard inklusive Prozessor ist 600 Euro (ohne Steuern). (red)

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