SPÖ kritisiert "unscharfes" Regierungskonzept

17. März 2002, 16:04
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ÖVP: "Verschleierungstaktik" - FPÖ: Keine klaren Antworten

Wien - In den Reaktionen auf die Aussagen des Grünen Parteichefs Alexander Van der Bellen in der Fernseh-"Pressestunde" am Sonntag stand die Kritik an der "Unverbindlichkeit" im Mittelpunkt. SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl meinte, "die Konturen eines grünen Regierungsprogramms sind nach wie vor ziemlich unscharf". FPÖ-Bundessprecher Karl Schweitzer sagte, "die Menschen hätten ein Recht auf klare Antworten". Für ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat ist "bei aller Verschleierungstaktik" klar: "Wer die Grünen stärkt, spricht sich damit für einen Kurswechsel zu Rot-Grün aus."

Rot-Grün bedeute, so Rauch-Kallat, "eine Rückkehr zur alten Schuldenpolitik und eine Rücknahme wichtiger Reformen". Die Grünen insgesamt seien "noch realtiv weit von einer Regierungsfähigkeit entfernt". Hinter dem "Biedermann Van der Bellen" gebe es bei den Grünen nach wie vor "Brandstifter".

Schweitzer wörtlich im FPÖ-Pressedienst: "Kannst du sie nicht überzeugen, so verwirr sie wenigstens - das ist offensichtlich das politische Credo von Grünen-Chef Van der Bellen. Antworten der Grünen auf vorhandene Fragen fehlen quer durch. Man weiß nicht, wofür die Grünen stehen." (APA)

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