Irak sucht Dialog mit UNO

16. März 2002, 21:57
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Vizepräsident: US-Drohungen führen in "Sackgasse"

Bagdad - Der Streit um die Entsendung von Waffeninspektoren der Vereinten Nationen in den Irak kann nach Ansicht der irakischen Regierung nur durch einen Dialog mit der UNO gelöst werden. Drohungen der USA dagegen führten in eine "Sackgasse", sagte der irakische Vizepräsident Taha Jassin Ramadan am Samstag vor Journalisten in Bagdad. UNO-Generalsekretär Kofi Annan und der irakische Außenminister Naji Sabri hatten Anfang März eine Fortsetzung ihrer Beratungen über eine mögliche Rückkehr von UNO-Waffeninspekteuren im April beschlossen. Es war das erste Treffen zwischen hochrangigen irakischen und UNO-Vertretern seit über einem Jahr.

Der Irak hatte sich nach seiner Niederlage im Golfkrieg zur Kontrolle durch UNO-Waffeninspekteure verpflichten müssen. 1998 kündigte Bagdad die Zusammenarbeit auf. Der Irak gilt als mögliches weiteres Angriffsziel im Anti-Terror-Kampf der USA. US-Präsident Bush bezeichnete das Land mehrfach als Teil einer "Achse des Bösen". (APA)

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