Handys sind weiter als Pläne der Netzbetreiber

15. März 2002, 13:57
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Alcatel-Manager: Netzbetreiber dürfen UMTS-Start nicht verzögern

Die Mobilfunkunternehmen dürfen nach Ansicht eines Alcatel-Managers den UMTS-Start in Deutschland nicht weiter verzögern. "Die Infrastruktur funktioniert. Es gibt keinen Grund zu warten", sagte der für die mobilen Netzwerke des französischen Telekom-Ausrüsters zuständige Manager Marc Rouanne in einem dpa- Gespräch auf der CeBIT.

Widerspruch

Rouanne widersprach auch der Behauptung mehrerer Lizenzinhaber, der Start sei von der Verfügbarkeit der neuen UMTS-Handys abhängig. "Die Handys sind weiter als die Pläne der Netzbetreiber", meinte Rouanne. Hintergrund sei der Vorsprung des japanischen Markts. Dort seien UMTS-Netze und die entsprechenden Mobiltelefone bereits im Einsatz.

Leere

Alcatel baut die Infrastruktur für UMTS-Netze, ging in Deutschland bei der Auftragsvergabe aber bisher leer aus. "Wir haben nie gesagt, dass wir in dem Markt die Nummer eins oder zwei sein wollen", meinte Rouanne. "Wir gehen keine großen Risiken ein." Ziel des Unternehmens sei es, den Marktanteil in dem Segment weltweit von heute sieben auf 15 Prozent zu steigern.

Durchsetzungsvermögen

Die intensive Nutzung von mobilen Diensten wie i-mode in Japan sei ein Zeichen dafür, das die neuen Mobilfunkstandards für Internet und Multimedia auf dem Handy sich auch in Europa durchsetzen würden, sagte Rouanne. Besonders interessant sei dabei die Live-Übertragung von bewegten Bildern über das Mobiltelefon. (APA)

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