Microsoft setzt auf die Netzbetreiber

15. März 2002, 10:58
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Mobilfunkbetreiber bereiten Softwarekonzern den Markt

Microsoft setzt auf die Netzwerkbetreiber, um den Markt für Mobilfunkgeräte zu erobern. So hat der Mobilfunkanbieter mmO2 auf der CeBIT 2002 seinen GPRS-fähigen PDA, xda, mit dem Betriebssystem Pocket PC Phone Edition vorgestellt. "Das ist ein revolutionärer Schritt. Es ist das erste Mal, dass ein Netzwerkbetreiber unter eigenem Branding ein mobiles Datengerät vertreibt", erklärte Stefanie Rothenbücher, Product Marketing Managerin Mobility von Microsoft Deutschland, gegenüber pressetext.europa. "Das ist ein Trend, den wir zurzeit sehen und der sich wahrscheinlich auch bei den Mobiltelefonen fortsetzen wird."

Rund herum

Der Softwarekonzern umgeht damit zumindest in dem Segment der Mobilfunk-fähigen PDAs die großen Handyhersteller. Für die Netzbetreiber ergibt sich damit der Vorteil, den Kunden stärker an das eigene Unternehmen anstelle der Handymarke zu binden. Nach Angaben von Microsoft will auch T-Mobile Windows-unterstützte Geräte auf den Markt bringen.

Strategisches

Die Konzentration auf mobile Geräte ist für Microsoft der nächste logische Schritt innerhalb der .Net-Strategie des Konzern, sagte Rothenbücher. Dabei setzt Microsoft auf drei Säulen, Pocket PC Phone Edition, Pocket PC und Smart-Phones. Zurzeit entwickelt das Softwareunternehmen unter anderem mit dem britischen Handyhersteller Sendo ein Smart-Phone, das innerhalb der nächsten sechs Monate am Markt eingeführt werden soll. Der Prototop ist ebenfalls auf der CeBIT zu sehen. Der Markt für diese Geräte wird vorerst im Businessbereich sein.

Kombination

Der xda vereinigt die Funktionen eines Pocket PCs mit denen eines Mobiltelefons. Das Gerät verfügt über Hot-Keys, mit denen der Benutzer direkt auf das Telefon zugreifen kann. Gleichzeitig sind allerdings die Mobilfunktionen direkt in das Kontaktmanagement des Outlooks integriert. Für die sichere Datenübertragung verfügt das Gerät über einen VPN-Client.

Leistung

mmO2 hat den xda mit einem Intel StrongArm-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 206 MHz ausgestattet. Die Speicherkapazität beträgt 32 MB. Das Display verfügt über eine Auflösung von 240 x 320 Pixel. Der Preis soll unter 700 Euro liegen. (pte)

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