Grazer Schülerin wieder wach

13. März 2002, 19:52
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Unter 150 Kilo schwerer Tür begraben - ÄrztInnen zuversichtlich

Graz - Die elfjährige Schülerin aus Graz, die Montagfrüh durch das Umfallen einer 150 Kilo schweren Schultüre schwerste Kopfverletzungen erlitten hat und für zwei Tage in künstlichen Tiefschlaf versetzt wurde, dürfte laut dem behandelnden Neurochirurgen Hans Eder wieder völlig gesund werden. Da sich die Gehirnblutung glücklicherweise nicht weiter ausbreitete und auch die implantierte Gehirndrucksonde normale Werte zeigte, konnte bereits Mittwochvormittag mit der mehrstündigen "Aufweckphase" aus dem künstlichen Tiefschlaf begonnen werden.

Das Mädchen, das noch am Unfallort vom Notarzt intubiert- und mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma auf die Grazer Kinderchirurgie gebracht wurde, atmet laut Eder bereits wieder selbstständig, mit ihr zu sprechen sei aber derzeit noch nicht möglich: "Sie ist noch sehr müde, und wir müssen noch warten, bis alle Narkotika aus dem Körper ausgeschwemmt sind. Erst dann können wir weitere Untersuchungen durchführen." Das Ärzteteam der Neurochirurgie und Intensivmedizin der Kinderklinik blicke aber "mit Euphorie" in die Zukunft, so Eder. (ek/DER STANDARD, Printausgabe 14.03.2002)

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