Österreich liegt bei ISDN- und Computerausstattung zurück

12. März 2002, 15:46
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Bitkom-Studie: Österreich bei Handys mit an der Spitze - USA hat höchste PC-Dichte

Österreich liegt in einem Vergleich der weltweit wichtigsten Industrieländer bei Handys wie erwartet mit an der Spitze, bei der ISDN- und Computer-Ausstattung dagegen im mittleren und hinteren Feld von 13 untersuchten Industrieländern. Wie der deutsche Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) vor Beginn der weltgrößten Computermesse CeBIT in Hannover bekannt gab, liegt Österreich mit 82 Handys je 100 Einwohnern hinter Italien (89) und Portugal (85) gemeinsam mit Finnland an dritter Stelle. Die geringste Handydichte weisen demnach die USA mit 47 und Japan mit 53 Handys je 100 Einwohner auf.

Auf 100 Österreicher kommen demnach nur 14 ISDN-Anschlüsse

Schlechter sieht es für Österreich allerdings bei der Zahl der ISDN-Anschlüsse aus: Auf 100 Österreicher kommen demnach nur 14 ISDN-Anschlüsse. Hier liegt Österreich nach Norwegen (40), der Schweiz und Deutschland mit je 29 Anschlüssen und Japan mit 22 Anschlüssen an fünfter Stelle. Doch rangiert der Großteil der restlichen Industrieländer noch hinter Österreich: Sehr wenige ISDN-Anschlüsse gibt es laut Bitkom in Spanien (6), den USA (7) und Großbritannien, Portugal und Frankreich mit jeweils 8 ISDN-Anschlüssen je 100 Einwohner.

Noch weiter zurück liegt Österreich, wenn man die Zahl der PC je 100 Einwohner berücksichtigt. Nur in Spanien, Portugal und Italien kommen mit 13, 14 bzw. 15 Personal Computer weniger PC auf 100 Einwohner als in Österreich, das bei 28 hält. Spitzenreiter ist hier eindeutig die USA mit 82 PC je 100 Einwohner, gefolgt von Norwegen mit 55 und Schweden mit 54 PC je 100 Einwohner.

Aufbau der UMTS-Netze

Laut dem deutschen Branchenverband sind die Markttreiber in diesem Jahr abermals die Mobil-Kommunikations-Dienste mit einem Plus von elf Prozent sowie Internet-Dienste mit einem Zuwachs von 20 Prozent. Die Informations- und Kommunikationswirtschaft habe die Phase der Konsolidierung weitestgehend abgeschlossen, sagte Bitkom-Präsident Volker Jung. Ganz oben auf der Agenda stehe 2002 der Aufbau der UMTS-Netze.

Der Markt für Telekommunikation entwickelt sich nach Verbandsangaben derzeit etwas stärker als der Markt für Informationstechnik. In der Telekommunikation solle bereits im laufenden Jahr ein Zuwachs von 6,1 Prozent auf 67,7 Mrd. Euro erzielt werden und 2003 ein "leicht zweistelliges" Wachstum auf 74,9 Mrd. Euro. In der Informationstechnik rechnet Bitkom für 2002 mit einem Plus von 2,7 Prozent auf 75,9 Mrd. Euro und für nächstes Jahr mit einem Zuwachs von 6,9 Prozent auf 81,1 Mrd. Euro.

Treibend

Treibende Kraft am IT- und Telekom-Markt seien die neuen Telekommunikations-Dienste (Mobilfunk-, Daten-, Internet- und TV-Kabel-Dienste). In diesen Segmenten seien die Umsätze 2001 um 18,3 Prozent auf 28,1 Mrd. Euro gestiegen. Für 2002 rechnet Bitkom mit einem Wachstum um 13,1 Prozent auf 31,8 Mrd. Euro und für 2003 um 17,7 Prozent auf 37,4 Mrd. Euro. (APA)

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