Benefizveranstaltung für gefangene Frauen in Weißrussland

11. März 2002, 21:21
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Verbrechen von Frauen in literarischen und persönlichen Zeugnissen, gelesen von Elisabeth Orth

"Denn alle Kreatur braucht Hilf' von allen." (Bertolt Brecht)

Kammerschauspielerin Elisabeth Orth unterstützt mit einer Lesung aus literarischen und persönlichen Zeugnissen von Frauen, die Verbrechen begangen haben, eine österreichische Hilfsaktion für die Menschenwürde gefangener Frauen in Weißrussland.

Im derzeit einzigen Frauengefängnis Weißrusslands leben 2.500 Frauen zusammengepfercht in alten Holzbaracken, die für 1000 Inhaftierte konzipiert wurden. Die Sanitäranlagen sind äußerst mangelhaft, sodass die Körperpflege zum Problem wird. Mit den Frauen leben deren Kinder bis zur Vollendung ihres vierten Lebensjahres in einem eigenen "Kinderhaus" hinter Gittern.

Die Caritas Gomel hat auf diese verheerenden Zustände aufmerksam gemacht und um Hilfe gebeten. "Welt der Frau", eine von der Katholischen Frauenbewegung herausgegebene Frauenzeitschrift, will nun mit privater und öffentlicher Hilfe diese Zustände ändern. Zahlreiche Persönlichkeiten wie Barbara Coudenhove-Kalergi, Barbara Frischmuth, Dr. Barbara Helige, Superintendentin Mag. Gertraud Knoll, Irmgard Schmidleithner und Emmy Werner unterstützen dieses Projekt. Eine Spendensammlung erbrachte bisher 116.000 Euro / 1,6 Mill. ATS. Das Justizministerium erklärte sich bereit, eine Delegation aus Weißrussland nach Österreich einzuladen, um modernen Frauenstrafvollzug kennenzulernen. Die Benefizveranstaltung mit Kammerschauspielerin Elisabeth Orth bildet den Auftakt zu diesem Besuch und steht im Rahmen des Internationalen Frauentages.
(red)

Dienstag, 12. März, 20 Uhr

Festsaal im Haus der Industrie
Schwarzenbergplatz 4
1030 Wien

Der Eintritt ist frei. Spenden zur Sanierung des desolaten Frauengefängnisses in Weißrussland werden erbeten.
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