max.mobil: UMTS-Start für Konsumenten frühestens Ende 2003

11. März 2002, 19:06
posten

Mobilfunkbetreiber investiert mehr als eine Milliarde Euro

Wien - Der zweitgrößte heimische Mobilfunkbetreiber max.mobil will mit der dritten Mobilfunkgeneration UMTS (Universal Mobile Telecommunication System) frühestens Ende 2003 in den Konsumentenmarkt einsteigen. max.mobil (demnächst T-Mobile) betreibe zwar bereits ein UMTS-Netz in der kompletten Wiener Innenstadt. Theoretisch sei ein Start zwar schon jetzt möglich, es fehlten aber noch die kundenrelevanten Anwendungen. Daher mache ein Vollstart derzeit noch keinen Sinn, meinte max.mobil-Chef Georg Pölzl am Montag vor Journalisten.

Für heuer plant max.mobil lediglich den Launch mit einigen Pilotkunden, auch außerhalb von Wien. "Bis ganz Österreich versorgt sein wird, wird es aber noch lange dauern", so Pölzl. Den tatsächlichen UMTS-Massenmarkt erwartet er erst 2004/2005.

Milliardeninvestitionen

max.mobil wird für den UMTS-Netzaufbau in den nächsten fünf Jahren mehr als eine Mrd. Euro investieren, noch einmal so viel wie für den Aufbau des GSM-Netzes. Was die Tarifmodelle für UMTS betrifft, will sich max.mobil weitgehend an die bestehenden Modelle der UMTS-Vorgängertechnologie GPRS richten. Auch in der Preishöhe wird sich max.mobil an GPRS orientieren. Außerdem erwartet Pölzl in einigen Jahren eine internationale Angleichung der Gebühren.

Videokonferenz

In der UMTS-Entwicklung schreitet max.mobil unterdessen weiter voran. Am Montag hat die Österreich-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom erstmals eine Videokonferenz via UMTS abgehalten und über die neue Technologie mit dem Handy auf das Internet zugegriffen.

Neue Anwendungen

Darüber hinaus hat der Mobilfunkkonzern am Montag neue Anwendungen für UMTS präsentiert: so zum Beispiel einen Routenplaner, der nicht nur den Weg weist, sondern auch Infos zu Gebäuden, Sehenswürdigkeiten und Restaurants beinhaltet, ein Ticketsystem, bei dem das Ticket in Form eines 3D-Barcodes auf das Handy geschickt wird, eine neue Lotto-Applikation, bei der der Lotto-Schein auch physisch angezeigt wird, und einen Multimediachat, bei dem mit dreidimensionalen Figuren (Avataren) gechattet wird und bei dem das Geschriebene auch akustisch umgesetzt werden kann.

Umbenennung in T-Mobile vor 1. Mai

Die geplante Namensänderung von max.mobil auf den Konzernnamen T-Mobile wird vor dem 1. Mai dieses Jahres erfolgen. Dies bestätigte max.mobil Geschäftsführer Friedrich Radinger am Montag. Genaueres werde der T-Mobile-Vorstand voraussichtlich diese Woche auf der Computermesse CeBIT in Hannover bekannt geben. Für die Einführung der neue Marke wird max.mobil laut Radinger in etwa die Hälfte des bisherigen Gesamtbudgets benötigen. Kolportiert wird ein Marketingaufwand von rund 30 Mill. Euro. (APA)

Share if you care.