"Die Party ist vorbei"

10. März 2002, 22:19
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Gratis-SMS via Web in .at - Suche nach kostenpflichtigem Mehrwert für Kurzmitteilungen

60 Zeichen lange Kurzmitteilungen, die als SMS (Short Message Service) vom PC via Internet gratis zum Handy geschickt werden, bleiben weiterhin gratis. Die Internetcompany UCP, die mit den Gratisdiensten sms.at sowie uboot.com im Jahr 2001 rund 300 Millionen SMS zustellte, will in "eingeschränktem Umfang" den kostenlosen Dienst erhalten. "Die Verteuerung der Einkaufspreise von ein bis drei Cent pro SMS auf etwa das Doppelte, zwingt uns, Gebühren einzuführen, die zunächst nur Intensivnutzer treffen", sagt UCP-Chef Christian Lutz.

Das Problem

Um Web-SMS gratis anzubieten, brauchen Portalbetreiber SMS-Kontingente, die auch bei ausländischen Handynetzbetreibern gekauft werden. Vom PC via Mobilfunkanbieter im Ausland können so SMS zum Handy des Empfängers im Inland gesendet werden. Das Problem: Ein inländischer Netzbetreiber hat in diesem Fall nur die Arbeit und verdient nichts an den Millionen SMS, die bei ihm landen. Mit einer "Interconnection-Fee", bei der SMS zwischen Handynetzbetreibern und Portaldiensten abgerechnet werden soll, soll dieses Geschäft geregelt werden.

"Die Party ist vorbei"

"Die Party ist vorbei", meint Stephan Thurm, Geschäftsführer von Teleport, einer Tochter des Vorarlberger Medienunternehmers Eugen Russ, der Gratis-SMS via Austria.com aus Kostengründen abgedreht hat. ORF On, Netway, One oder Jet2Web Internet werden weiter gratis Web-SMS anbieten. "Wir haben Verträge mit Mobilkom, Max.mobil sowie One", sagt Markus Kreuzbacher von ORF On. Finanziert werden SMS-Dienste im Tausch gegen Bannerwerbung oder gegen Bares. Die Betreiber wollen SMS mit kostenpflichtigen Diensten verknüpfen. (jake - Der Standard Printausgabe)

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