Sassou-Nguesso bleibt Präsident von Kongo-Brazzaville

14. März 2002, 11:37
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EU-Beobachter sprachen von "akzeptablen" Wahlen

Nairobi - Der seit fünf Jahren regierende Machthaber von Kongo-Brazzaville, Denis Sassou-Nguesso, hat die Präsidentenwahlen gewonnen. Nach Medienberichten vom Donnerstag erhielt er knapp 90 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 75 Prozent. Es waren die ersten Wahlen in dem ölreichen Staat seit zehn Jahren. Sassou-Nguesso hatte 1997 gegen den ersten demokratisch gewählten Präsidenten der französischen Ex-Kolonie, Pascal Lissouba, geputscht.

EU- Wahlbeobachter stuften die Wahl als akzeptabel ein. Die Opposition warf dem Juntachef massive Wahlmanipulation vor. Das US-Außenministerium hat der Militärregierung Sassou-Nguessos die Verletzung von Menschenrechten vorgeworfen. Das Land mit etwa 2,8 Millionen Einwohnern leidet noch immer unter den Folgen des Bürgerkriegs vor dem Putsch von 1997, in dem rund 20.000 Menschen starben und ein Drittel der Bevölkerung vertrieben wurde. (APA/dpa)

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