Die Jagdgründe der Filmfreaks

12. März 2002, 12:59
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Filmtausch im Internet erreicht ungeahnte Ausmaße

Kaum ist der neue Asterix-Film angelaufen, haben die ersten Fans sich den Streifen bereits über das Internet auf den heimischen Rechner geholt. Die Filmbranche steckt inzwischen in der gleichen Krise wie die Musikindustrie - und das nicht nur in den USA sondern auch in Deutschland, berichtet das Computermagazin c't in seiner aktuellen Ausgabe.

Professionalisiert

Als die ersten Blockbuster im Internet auftauchten, waren sie noch per Handkamera im Kino heimlich abgefilmt und in entsprechend schlechter Qualität im Netz zu finden. Inzwischen hat sich der Filmklau professionalisiert: Von digitalen Abtastungen der Filmrollen bis hin zu Kopien, so genannten Rips, von Preview- DVDs, haben sich die Filmraubkopierer einiges einfallen lassen.

Peer-to-Peer

Über verschiedenste Wege durch das Internet landen diese "Moviez" auf den heimischen PCs. "Besonders beliebt sind Peer-to-Peer-Tauschbörsen, die ähnlich wie Napster funktionieren," erklärt c't-Redakteur Dr. Volker Zota. Filmfreaks nutzen aber auch diverse andere Quellen, etwa Internet-Newsgroups, Chat-Foren oder FTP- und FXP-Foren.

Strafe

An amerikanischen Gerichten hat die Filmindustrie bereits erste Klagen eingereicht. Das könnte bald auch in Deutschland und Österreich passieren, denn im Internet finden sich jetzt auch vermehrt deutschsprachige Filme. "Wer aber die ‚Moviez' im Netz tauscht, verletzt das Urheberrecht und macht sich strafbar", warnt c't, zweifelt aber an der Herangehensweise der Industrie. "Rechtliche Schritte gegen Betreiber von Tauschbörsen und deren Nutzer alleine werden kaum den gewünschten Erfolg bringen." Die Musikindustrie konnte auch den Tausch von MP3-Dateien per Gerichtsbeschluss nicht effektiv verhindern. Allerdings verfügt die Filmindustrie über den Vorteil, dass ein Blockbuster aus dem Internet nicht das Kinoerlebnis auf einer Großleinwand ersetzen kann. "Die Verlierer dürften weniger die Kinos als der Video-Verleih und -Verkauf sein," so Dr. Volker Zota.

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