Haupt für höheren Mindestlohn

7. März 2002, 21:29
posten

Grüne: Für Frauen gilt "weniger gute Jobs, weniger Geld"

Wien - Frauentag ist - und was sagt der Frauenminister? Dass er für einen Mindestlohn von 1000 Euro ist. Das hat schon die Frauenchefin seiner Partei, die oberösterreichische Landesrätin Ursula Haubner gefordert.

Am Donnerstag haben Minister Herbert Haupt und seine Parteifreundin Haubner die Forderung in einer Pressekonferenz erneuert. Und bedauert, dass es leider, leider nicht in ihrem Bereich liege, das auch umzusetzen. Für einen Generalkollektivvertrag sind nämlich die sonst von den Freiheitlichen nicht so geschätzten Sozialpartner zuständig. Die "männerdominierte Gesellschaft" sei ein Auslaufmodell, die "wichtigste gesellschaftspolitische Herausforderung" sei es, Familie und Beruf vereinbar zu machen - das ist nun die freiheitliche Position.

Die niederösterreichische Grünen-Chefin Brigid Weinzinger kritisierte die geringe Frauenbeschäftigungsquote und forderte eine Anhebung des Frauenanteils im Landesdienst sowie eine 50-Prozent-Frauenquote bei allen Parteien für die nächsten Landtagswahlen.

Die Österreichische Hochschülerschaft will mit einer Demonstration auf die extrem schwierige Situation für Frauen an den Universitäten aufmerksam machen. Während mehr als die Hälfte der Studierenden Frauen seien, betrage der Frauenanteil auf Professorenebene nur sieben Prozent, Rektorin gab es auf den 18 Universitäten noch keine.

Der Wiener Integrationsfonds übergibt am Freitag ein Forderungspaket zum Integrationsvertrag an Vizekanzlerin Riess-Passer unter dem Motto "Wir sind alle Schlüsselkräfte".

(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 08. März 2002)

Share if you care.