Grüne Frauen fordern Umverteilung von Männern zu Frauen

7. März 2002, 16:05
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Das Ungleichgewicht von Arbeit, Zeit, Geld und Macht sei bedenklich

Wien - "Umverteilung" lautet die Devise der Grünen Frauen Wien zum heurigen Internationalen Frauentag. Die Wiener Frauensprecherin Monika Vana: "Anhand der Verteilung von Jobs, Arbeitszeit und Machtverhältnissen zwischen Frauen und Männern zeigt sich nicht nur der Stand der Demokratie, sondern auch, wie es mit dem Geschlechterverhältnis in der Gesellschaft bestellt ist."

Bedenklich assymetrische Gesellschaft und Demokratie

Für die Grünen Frauen ist die Machtverteilung zwischen Frauen und Männern ist nach wie vor bedenklich asymmetrisch. Vana: "Die Forderung von Frauen nach gleicher und gerechter Teilhabe an den Gütern ist nicht neu, aber angesichts der völlig verfehlten Frauenpolitik der Bundesregierung und auch der Untätigkeit der Wiener SPÖ, die Frauenarbeitslosigkeit zu senken und Maßnahmen für Wiedereinstieg, Qualifizierung und bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu setzen, brisanter und aktueller denn ja."

Weg mit den Besen, her mit den Laptops

"Schaufel und Besen gegen Laptop, Babypuppe gegen Zeitung, Geld gegen Kochtopf usw.", das waren die Symbole, mit denen die Grünen Frauen das Ungleichgewicht innerhalb der Gesellschaft veranschaulichten. Dass Frauen immer noch den Großteil der unbezahlten Arbeit machen, vom Arbeitsamt und den verantwortlichen Politikern in prekäre Jobs geschickt werden, zeigt für mich deutlich, dass das Bild von der Frau als "Dazuverdienerin" nach wie vor fest in den Köpfen der Männer verankert ist. Um die Diskriminierung von Frauen langfristig zu überwinden, bedarf es einer bewussten Umverteilung von Arbeit, Zeit, Geld und Macht von Männern zu Frauen."

(apa)

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