Drei Grabplatten des Heroon zerstört

5. März 2002, 23:05
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Leihgabe des Kunsthistorischen Museums in Berlin

Berlin/Wien - Drei Grabplatten des altgriechischen Heroon von Trysa sind im Martin-Gropius-Bau in Berlin zerbrochen worden. Das Kunsthistorische Museum, in dessen Besitz das Mausoleum ist, hatte die Platten - zusammen mit 12 weiteren - für die Ausstellung Griechische Klassik als Leihgaben zur Verfügung gestellt. Jede Grabplatte soll einen Wert von 600.000 Euro haben.

Das Heroon ist das monumentale Grabmal eines lykischen Herrschers, der um 380 v. Chr. starb. Die Gesamtlänge des Frieses - 150 Platten besitzt das KHM - beträgt 211 Meter. Der Fries zeigt die Heimkehr des Odysseus und Szenen aus dem Leben des verstorbenen Fürsten. Die beschädigten Platten stellen die Erstürmung einer Stadt (Troja?) dar.
(dpa, APA/ DER STANDARD, Print-Ausgabe, 6. 3. 2002)

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