Politstreit: Operation eines krebskranken Babys aus Albanien

6. März 2002, 22:33
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Steiermärkische ÖVP zahlt Krebsoperation

Graz - Der politische Zank um die Finanzierung einer Operation eines krebskranken Babys aus Albanien im Grazer LKH ist vorerst beigelegt. Die steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnic wird nun die Kosten aus dem Werbebudget der ÖVP übernehmen. Sie will insgesamt 70.000 Euro aus der Parteikasse für die Behandlung von Patienten aus Krisengebieten zur Verfügung stellen.

Ressortstreit

Klasnic beendet damit einen Streit zwischen VP-Finanzlandesrat Herbert Paierl und SP-Spitalslandesrat Günter Dörflinger, die sich nicht einigen konnten, welches Ressort die Behandlung des ein Jahr alten Kindes finanzieren solle. Bisher existierte für derartige Fälle ein Humanitätsfonds, der aus dem Finanzressort gespeist wurde.

Im Zuge des Sparkurses sollte nun Dörflinger in seinem Ressort umschichten, um die Behandlung zu berappen. Dieser pochte aber darauf, dass der bisherige Modus über einen Fonds, für den die gesamte Regierung Verantwortung trage, weiter bestehen bleiben solle. Mit den VP-Geldern von Landeshauptfrau Klasnic sei das Problem nicht gelöst, wird im Dörflinger-Büro argumentiert. Die Summe reiche nur für einen einzigen weiteren Patienten. (mue, Der Standard, Printausgabe, 06.03.02)

Symbolfoto
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