E-Commerce in Österreich im EU-Wettbewerb benachteiligt

4. März 2002, 11:58
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Zugabe von Geschenken als Kaufanreiz für Online-Kunden in Österreich stark eingeschränkt

Wien - Seit dem Inkrafttreten des E-Commerce-Gesetzes Anfang 2002 sind heimische Unternehmen gegenüber anderen europäischen Anbietern benachteiligt, wie die Anwaltskanzlei Binder und Grösswang in einer Presseaussendung mitteilte. Für Werbung im Web gilt grundsätzlich das Gesetz des jeweiligen EU-Landes, in dem der Anbieter angesiedelt ist. Die Möglichkeit, den Konsumenten durch zusätzliche Geschenke zum Kauf zu motivieren, ist in Österreich jedoch nur eingeschränkt erlaubt.

Deutschland hat bereits im letzten Jahr seine zuvor strengeren Vorschriften ersatzlos aufgehoben und auf EU-Niveau gebracht. "Die Diskriminierung der heimischen Unternehmen im Internet-Geschäft gerade gegenüber deutschen Anbietern muss durch den Gesetzgeber so bald als möglich beseitigt werden", betont Wettbewerbsanwalt Ivo Rungg von der Anwaltskanzlei Binder und Grösswang.

Verstöße gegen das neue E-Commerce Gesetz können mit Verwaltungsstrafen von bis zu 3.000 Euro belegt werden. Doch laut einer Studie der Wirtschaftsprüfer Deloitte & Touche entsprechen bisher nur knapp sechs Prozent der heimischer Websites dem neuen Gesetz.(APA)

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    foto: photodisc
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