Wohnbauaufträge um 25 Prozent eingebrochen

5. März 2002, 10:30
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Gute Lage im Tiefbau kompensiert Rückgang im Hochbau aber

Wien - Regelrecht eingebrochen ist nach den jüngsten statistischen Daten der Auftragsbestand im heimischen Wohnungsbau. Per Ende November 2001 belief sich der Auftragsstand im Wohnungsbau auf 1,15 Mrd. Euro, was gegenüber dem Vorjahresmonat einem Minus von 24,1 Prozent entspricht, teilte die Statistik Austria am Dienstag mit. Dank der guten Lage im Tiefbau ist der gesamte Auftragspolster der Bauwirtschaft aber sogar leicht gestiegen.

Per Ende November 2001 hatten die österreichischen Baufirmen (ohne Baunebengewerbe) mit 4,17 Mill. Euro insgesamt einen gegenüber November 2000 um 1,8 Prozent höheren Auftragsbestand.

Hochbau bleibt zurück

Der Hochbau blieb - vor allem wegen des Einbruchs im Wohnungsbau - mit einem Auftragstand von rund 2,43 Mrd. Euro um 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. Der vielfach befürchtete Rückgang im gewerblichen Hochbau zeichnet sich in den Zahlen der Statistik Austria dagegen (noch) nicht ab. Vor allem wegen der guten Auftragslage im Straßenbau ist der Auftragspolster im Tiefbau um 22,7 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro dicker geworden.

Günstig war die Situation in zuletzt Tirol, wo die Auftragsbestände um 56,3 Prozent, sowie in Kärnten, wo sie um 30,5 Prozent gestiegen sind. Deutlich zurück gegangen ist der Auftragspolster in Vorarlberg (- 28,4 Prozent) und in der Steiermark (- 23,6 Prozent). Auch in Wien gab es ein Minus von 8,6 Prozent.(APA)

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