Vergleich im CJK-Prozess

1. März 2002, 13:48
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Tokio - Die japanische Regierung zahlt Angehörigen von Creutzfeld-Jakob-Opfern insgesamt 3,5 Millionen Yen (30.017 Euro/413.045 S) Schmerzensgeld. Gesundheitsminister Chikara Sakaguchi sagte am Freitag, die Regierung akzeptiere einen vom Gericht vorgeschlagenen Vergleich. Die 28 Kläger hatten vorgebracht, die Patienten hätten sich bei Hirnoperationen mit der tödlichen Creutzfeld-Jakob-Krankheit (CJK) infiziert.

Die Erreger sollen von einem aus menschlicher Hirnhaut gewonnenen Produkt übertragen worden sein, das vom deutschen Pharmaunternehmen Braun Melsungen AG hergestellt worden war. B. Braun hatte den Klägern bereits im Jänner einen Vergleich angeboten, betonte aber zugleich, dies stelle kein Schuldeingeständnis dar.

Ähnlich äußerte sich jetzt die japanische Regierung. Die Zahlungen seien als "Beileidsgeld", erklärte das Gesundheitsministerium. (APA/AP)

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