Arbeiten an der Basis

7. März 2002, 15:28
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Ohne perfekte Grundlage, sprich den perfekten Teint, heißt das aufwändigste Make-up nichts. Die Kosmetik hilft der Natur da gerne aus und erfindet immer raffiniertere Verschönerungs-mittelchen

All die Kosmetikerinnen und Visagisten haben Recht, wenn sie gebetsmühlenartig wiederholen: Ohne schönen Teint gibt es kein schönes Make-up. Ganz besonders Recht haben sie natürlich, wenn der Naturzustand der Gesichtshaut weit vom so genannten Idealzustand entfernt ist, wenn der Teint z.B. fleckig wirkt, Unreinheiten darauf blühen oder ein Talgüberschuss glänzende Verhältnisse schafft.

Glatt soll er sein, sanft schimmernd, aber ja nicht glänzend, mit feinen Poren, ebenmäßiger Struktur und Farbe: Der ideale Teint wäre der eines Kleinkinds. Den können sich aber die wenigsten von uns bis ins Erwachsenenalter herüberretten, also wird mit den Mitteln der kosmetischen Industrie nachgeholfen, wo es nur geht - und es geht immer besser.

Ein Hauch auf der Haut

Dem Traum von der perfekten Haut nähert sich die Kosmetikindustrie heute von der Hochtechnologie-Seite her, das "Zukleistern" von anno dazumal bleibt jenen überlassen, die es - wie Models oder Schauspielerinnen - aus professionellen Gründen brauchen. So hat etwa Yves Saint Laurent mit "Teint Compact Matité" eine leichte Foundation kreiert, die wirklich wie ein Hauch auf der Haut liegt - ein zu dickes Auftragen ist gar nicht möglich. Die Haut erscheint samtig und ebenmäßiger, gleichzeitig wird sie mittels ausgeklügelter Inhaltsstoffe den ganzen Tag über mit Feuchtigkeit versorgt.

Ebenfalls an zwei Fronten kämpft Shiseido mit dem neuen "Hydro-Liquid Compact", das nicht nur perfekt deckt, sondern die Haut auch befeuchtet. Einen Überraschungseffekt gibt es beim Auftragen: Die Foundation verwandelt sich in ein seidiges, ganz leicht zu verteilendes Fluid. Zudem enthält das Produkt so viel Feuchtigkeit wie eine gängige Feuchtigkeitslotion.

Pflegefaktor Olivenker- und Zitronen-Extrakt

Die japanischen Kollegen von Kanebo haben gleich eine komplett neue Foundation-Linie unter dem Motto "Extra Radiance" herausgebracht. Die Basis: Der Kontakt zwischen Haut und Farbe geschieht durch einen besonders fein strukturierten Anteil an Seidenpuder, Silikonverbindungen verhindern sowohl das Absetzen der Foundation in feinen Hautlinien als auch "Ölkatastrophen". Der Pflegefaktor ergibt sich aus dem feuchtigkeitsbindenden Olivenkern- und Zitronen-Extrakt, erhältlich sind u.a. flüssige, cremige und pudrige Foundations sowie Seidenpuder.

Neuzugänge gibt es auch bei Elizabeth Arden. In der "Flawless Finish"-Kollektion ist nun ein "Radiant Moisture Make-up" für trockene Haut auf dem Markt, außerdem ein "Make-up Stick" mit SPF 15 für die normale Haut und ein mattierendes "Dual Perfection Make-up" im Döschen für normale bis ölige Haut.

mw

derStandard/rondo/1/3/02

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