Kreuz im Salzburger Kindergarten soll bleiben

27. Februar 2002, 20:10
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Volkspartei und Kirche lehnen FP-Ansinnen ab

Salzburg - Der Vorstoß von FP-Landesparteisekretär Andreas Schöppl, die im neuen Kinderbetreuungsgesetz vorgesehene "verpflichtende Anbringung eines Kruzifixes in öffentlichen Kindergärten" aufzuheben, stößt bei Volkspartei und Katholischer Kirche auf Ablehnung. Das Kreuz sei "ein Sinnbild für die christlich-abendländische Kultur", erklärte Wilhelm Rieder vom Katechetischen Amt der Erzdiözese Salzburg gegenüber dem STANDARD. Die Kirche sei von dem FP-Ansinnen "überrascht", so Rieder, immerhin habe ja die Bundespartei sehr vehement für die Kreuze in Schulen plädiert.

Ähnlich argumentiert auch die ÖVP. Landtagsabgeordneter Michael Neureiter will das Kreuz ebenfalls als Symbol "christlich-abendländischer Werte" verstanden wissen. Die "kulturkämpferischen Urtöne" Schöppls seien fehl am Platz. Dieser hatte von einer "Zwangsmissionierung von Kindergartenkindern" gesprochen, will aber erst dann gegen die Bestimmung aktiv werden, "wenn es konkrete Probleme gibt".

Luise Müller, Superintendentin der evangelischen Kirche, hingegen hält von der Diskussion überhaupt wenig: Das Leben religiöser Werte sei wichtiger. (neu/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28.2.2002)

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