Frankfurter Millionenräuber weiter auf der Flucht

26. Februar 2002, 15:21
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Noch keine Spur im größten Bargeldraub der deutschen Geschichte - Polizei: "Begründete Hoffnung", die Täter zu fangen

Einen Tag nach dem größten Bargeld-Raub in Deutschland waren die Frankfurter Millionenräuber weiter auf der Flucht. Der 23 Jahre alte französische Fahrer eines Geldtransporters hatte nach bisherigen Ermittlungen am Montagmorgen mit mindestens zwei Komplizen druckfrische Banknoten im Wert von vermutlich mehr als zehn Millionen Euro erbeutet. Es gebe "begründete Hoffnung", die Täter zu fangen, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Vergleichbare Fälle in der Vergangenheit seien fast alle aufgeklärt worden.

"Gegen kriminelle Energie sind wir nicht gesichert"

Die betroffene Sicherheitsfirma mit Sitz in Düsseldorf betonte unterdessen, dass der flüchtige Fahrer alle Sicherheitsanforderungen erfüllt habe. "Sowohl Schufa-Auskunft wie auch polizeiliches Führungszeugnis und Genehmigung des Ordnungsamtes waren ordnungsgemäß", sagte eine Sprecherin des nach eigenen Aussagen marktführenden Unternehmens am Dienstag. Mangelnde Kontrolle der Angestellten konnte sie nicht erkennen: "Gegen kriminelle Energie sind wir nicht gesichert."

Bundesweite Fahndung

Bis zum Dienstagnachmittag veröffentlichte die Polizei ohne Angabe von Gründen weder ein Fahndungsfoto noch die Personalien des mutmaßlichen Haupttäters. Obwohl zunächst weder Typ noch Kennzeichen des Fluchtfahrzeugs bekannt waren, startete die Polizei unmittelbar nach der Tat eine bundesweite Fahndung. Der 41 Jahre alte deutsche Beifahrer des Geldtransporters, der auf einem Parkplatz überwältigt und mit Handschellen gefesselt worden war, hatte bei der Flucht der Täter Motorengeräusche eines Lieferwagens gehört.

Überfall "gut vorbereitet"

Über die Höhe der Beute gab es auch am Dienstag keine genauen Angaben. Ein Polizeisprecher bezeichnete Spekulationen von bis zu 17 Millionen Euro als "deutlich zu hoch". Ob die Täter einen Teil des Geldes in dem Transporter zurückgelassen hatten, wollte die Polizei nicht sagen. Die Summen waren für Bankfilialen in der Frankfurter Innenstadt bestimmt. Der Überfall spielte sich innerhalb von nicht einmal 40 Minuten ab und war nach Ansicht der Polizei gut vorbereitet. (APA/dpa) (

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