Seilbahn Kaprun klagt Opfer-Anwalt

24. Februar 2002, 20:01
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Juristische Auseinandersetzung wird härter

Salzburg - Die juristische Auseinandersetzung nach der Brandkatastrophe im Stollen der Standseilbahn auf das Kitzsteinhorn im November 2000 wird mit zunehmender Härte geführt. Nachdem der Anwalt der Hinterbliebenen, Jürgen Hinterwirth, schwere Geschütze gegen die Gletscherbahnen AG aufgefahren hatte - er meint, dass die Bahn mangels Bauvollendungsanzeige für das Alpincenter gar nicht hätte fahren dürfen -, kündigen nun die Bahnbetreiber ihrerseits gerichtliche Schritte gegen den Rechtsvertreter an. Die Seilbahngesellschaft stößt sich an Aussagen Hinterwirths, wonach man aus wirtschaftlichen Überlegungen "bewusst schwerste Sicherheitsmängel in Kauf genommen" habe.

Kritik üben die Firmenvertreter aber auch an der Staatsanwaltschaft. Diese habe im Zusammenhang mit der fehlenden Bauvollendungsanzeige gegenüber Medien "wertende Äußerungen" getätigt und "zu einer Vorverurteilung" beigetragen. Aus Unternehmenssicht hat der Brand nichts mit dem Umbau der Bergstation zu tun, sondern wurde durch einen vorschriftswidrig eingebauten Heizstrahler ausgelöst. (neu, Der Standard, Printausgabe, 25.02.02)

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